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Anreise & Praktisches
Anreise nach Istrien und Praktisches für Ihren Aufenthalt
Hier finden Sie das Wichtigste für die Anreise nach Istrien und für Ihren Aufenthalt in Kroatien. Preise, Mautsätze und Regeln ändern sich; die aktuellen Angaben finden Sie bei den Stellen, die wir am Ende nennen.
Mit dem Auto
Die meisten Gäste kommen mit dem Auto. Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz führen alle üblichen Wege über Slowenien nach Istrien:
- Über Salzburg und Villach: Tauernautobahn, Karawankentunnel, Ljubljana, dann Richtung Koper oder Richtung Rijeka.
- Über Graz und Maribor: Pyhrnautobahn, Grenze bei Spielfeld, über Ljubljana weiter wie oben.
- Aus der Schweiz: entweder über Österreich (Arlberg) oder über Italien (Mailand, Venedig, Triest). In Italien zahlen Sie Autobahnmaut an der Mautstelle.
Papiere. Jeder Mitreisende braucht einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, auch Kinder; für sie gilt auch ein noch gültiger Kinderreisepass. Ein abgelaufener Ausweis oder der Führerschein ersetzen ihn nicht. Für das Auto genügen Ihr nationaler Führerschein und der Fahrzeugschein.
Vignetten. In Österreich und Slowenien brauchen Sie für Autobahnen und Schnellstraßen eine Vignette. Slowenien verkauft nur die digitale E-Vignette, die an Ihr Kennzeichen gebunden ist. Österreich verkauft ab dem Vignettenjahr 2027 ebenfalls nur noch die digitale Vignette. Kaufen Sie in Österreich eine Zwei-Monats- oder Jahresvignette online, gilt sie erst ab dem 18. Tag nach dem Kauf; Tages- und Zehn-Tages-Vignetten gelten sofort. Einige Strecken, etwa Tauern- und Karawankentunnel, kosten zusätzlich Streckenmaut.
Maut in Kroatien. Kroatische Autobahnen kosten Maut nach gefahrener Strecke. Sie zahlen an der Mautstelle bar oder mit Karte. Die meisten Autobahnen betreibt HAC (Hrvatske autoceste), das „Istrische Ypsilon“ (A8 und A9) betreibt BINA-Istra. Ein ENC-Gerät für die eigene Spur lohnt sich nur für Vielfahrer; auf dem Istrischen Ypsilon braucht es zusätzlich ein Konto bei BINA-Istra. Kroatien will die Mautstellen abschaffen und die Maut über Kameras am Kennzeichen oder über ENC abrechnen, voraussichtlich ab 2027 auf allen Autobahnen, auch in Istrien. Dann müssen Sie Ihr Auto vor der Fahrt anmelden. Den aktuellen Stand finden Sie bei HAC.
Grenze Slowenien–Kroatien. Kroatien gehört seit 1. Januar 2023 zum Schengen-Raum; regelmäßige Grenzkontrollen gibt es derzeit nicht. Slowenien hat an dieser Grenze aber in den letzten Jahren zeitweise wieder kontrolliert, und Stichproben sind jederzeit möglich. Haben Sie die Ausweise deshalb griffbereit. Nach Westistrien (Umag, Novigrad, Poreč) fahren Sie über die Autobahn und den Übergang Dragonja–Kaštel oder über den kleineren Übergang Sečovlje–Plovanija bei Umag. Richtung Rijeka und Ostistrien führt der Weg über Jelšane–Rupa. An Samstagen in der Hauptsaison ist mit langen Wartezeiten zu rechnen; die aktuellen Wartezeiten zeigt der HAK.
Tunnel Učka. Zwischen Rijeka und Istrien führt die A8 durch den Učka-Tunnel. Für den Tunnel zahlen Sie gesondert Maut. Ist der Tunnel gesperrt oder staut es sich, können Sie über die Passstraße am Učka fahren; das dauert länger.
Verkehrsregeln in Kroatien.
- Tempo: Wenn nichts anderes angezeigt ist, gelten 50 km/h im Ort, 90 km/h außerorts, 110 km/h auf Schnellstraßen und 130 km/h auf Autobahnen. Fahrer unter 25 Jahren müssen außerorts langsamer fahren.
- Alkohol: Die Grenze liegt bei 0,5 Promille. Fahrer unter 25 Jahren dürfen gar keinen Alkohol getrunken haben.
- Licht: Von Ende Oktober bis Ende März, also während der Winterzeit, fahren Sie auch tagsüber mit Abblendlicht.
- Im Auto: Warnweste, Warndreieck und Verbandkasten gehören ins Auto, dazu Ersatzlampen, wenn Ihr Auto keine LED- oder Xenonleuchten hat. Ziehen Sie die Warnweste an, bevor Sie bei einer Panne außerhalb des Ortes aussteigen.
- Handy: Am Steuer telefonieren Sie nur mit Freisprecheinrichtung.
- Unfall: Hat Ihr Auto nach einem Unfall sichtbare Schäden, brauchen Sie für die Ausreise eine Bestätigung der Polizei. Rufen Sie deshalb immer die Polizei.
Mit dem Flugzeug
Diese Flughäfen liegen günstig für Istrien. Die Fahrzeiten sind ungefähre Werte bis an die Westküste Istriens und hängen von Ziel und Verkehr ab:
- Pula: in Istrien selbst, etwa 15 Minuten bis 1 Stunde.
- Rijeka (auf der Insel Krk): etwa 1 bis 2 Stunden.
- Triest: etwa 1 bis 2 Stunden.
- Ljubljana: etwa 2 bis 3 Stunden.
- Zagreb: etwa 2,5 bis 3,5 Stunden.
- Venedig: etwa 2,5 bis 3,5 Stunden.
Viele unserer Unterkünfte liegen im Hinterland oder abseits der Busstrecken. Wir empfehlen deshalb einen Mietwagen. Wenn Sie den Wagen in Italien oder Slowenien übernehmen, fragen Sie den Vermieter, ob Sie damit nach Kroatien fahren dürfen und ob dafür eine Gebühr anfällt.
Mit Bahn und Bus
Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es keine direkte Bahnverbindung nach Istrien. Mit dem Zug kommen Sie bis Ljubljana, Triest oder Rijeka und fahren von dort meist mit dem Bus weiter. In Istrien fährt eine Regionalbahn von Pula über Pazin nach Buzet, nur wenige Male am Tag. Aus Slowenien erreichen Sie sie mit Umsteigen in Divača und Buzet; aus Rijeka fährt ein Bus bis Lupoglav, dort steigen Sie in den Zug. Fernbusse fahren aus vielen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz direkt nach Istrien, etwa nach Pula, Rovinj, Poreč oder Umag.
Fähren
Die Fähren zu den kroatischen Inseln betreibt vor allem Jadrolinija. Von Istrien aus erreichen Sie die Insel Cres mit der Fähre Brestova–Porozina; die Überfahrt dauert etwa 20 Minuten. In der Hauptsaison können sich lange Schlangen bilden. Fahrpläne und Preise finden Sie bei Jadrolinija. Von etwa Mai bis Oktober fahren außerdem Schnellboote nur für Personen (ohne Autos) zwischen Venedig und Umag, Poreč, Rovinj und Pula, im Hochsommer auch zwischen Triest und Poreč oder Rovinj. Anbieter und Fahrpläne wechseln von Jahr zu Jahr.
Vor Ort
- Geld: In Kroatien zahlen Sie seit 2023 mit Euro. Karten werden fast überall angenommen. Auf Märkten, in kleinen Lokalen und für Kaution und Nebenkosten beim Vermieter brauchen Sie Bargeld.
- Notruf: Die europäische Notrufnummer 112 gilt auch in Kroatien. Direkt erreichen Sie die Polizei unter 192, die Feuerwehr unter 193, den Rettungsdienst unter 194 und die Seenotrettung unter 195. Die Pannenhilfe des kroatischen Automobilclubs HAK hat die Nummer 1987.
- Telefon und Internet: Mit einem Vertrag aus einem EU-Land telefonieren und surfen Sie in Kroatien zu den Bedingungen wie zu Hause. Auf Schiffen kann sich das Handy in ein teures Netz auf See einwählen; schalten Sie dort das Roaming besser aus. Mit einem Vertrag aus der Schweiz fragen Sie Ihren Anbieter nach den Kosten.
- Apotheken: Apotheken heißen „Ljekarna“. In größeren Orten hat immer eine Apotheke Notdienst.
- Ärzte: Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC, Rückseite Ihrer Gesundheitskarte) werden Sie bei Ärzten und Krankenhäusern des staatlichen Gesundheitssystems behandelt; Zuzahlungen sind möglich. Private Praxen verlangen Barzahlung. Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist sinnvoll; sie zahlt auch einen Rücktransport.
- Strom: 230 Volt, Steckdosen wie in Deutschland und Österreich. Für Schweizer Stecker mit drei Polen brauchen Sie einen Adapter.
- Leitungswasser: Das Leitungswasser hat Trinkwasserqualität.
- Trinkgeld: Im Restaurant gibt man, wenn man zufrieden war, etwa 10 Prozent.
- Kurtaxe: Die Kurtaxe legt die Gemeinde fest. Bei jeder Unterkunft steht unter „Nebenkosten“, wie hoch sie ist, ab welchem Alter sie gilt und ob Sie sie bei der Buchung oder vor Ort zahlen.
- An- und Abreise: Ihre Unterkunft steht am Anreisetag in der Regel ab 16:00 Uhr bereit; am Abreisetag verlassen Sie sie bitte bis 10:00 Uhr. Melden Sie sich ein bis zwei Tage vorher beim Vermieter und geben Sie ihm bei der Ankunft Ihre Ausweise, damit er Sie anmelden kann. Mehr dazu unter So buchen Sie.
- Müll: Die Mülltrennung regelt jede Gemeinde selbst. Meist gibt es Container für Papier, Verpackungen, Glas und Restmüll. Ihr Vermieter sagt Ihnen, wo die Container stehen.
- Zoll: Kroatien gehört zur EU. Waren für den eigenen Bedarf nehmen Sie zollfrei mit; für Alkohol und Tabak gelten Richtmengen. Stichproben des Zolls sind auch an EU-Grenzen möglich.
- Hunde: Ihr Hund braucht einen EU-Heimtierausweis, einen Mikrochip und eine gültige Tollwutimpfung; nach der ersten Impfung müssen mindestens 21 Tage vergangen sein. Da die erste Impfung frühestens mit zwölf Wochen erfolgt, können Welpen erst mit etwa 15 Wochen mitreisen. An vielen Stränden sind Hunde nicht erlaubt; es gibt aber eigene Hundestrände. Ob Ihr Hund mitkommen darf, steht bei der Unterkunft.
Tiere im Meer und an Land
Gefährliche Begegnungen sind selten. Mit ein paar einfachen Regeln sind Sie gut vorbereitet:
- Seeigel: Sie sitzen an felsigen Ufern auf Steinen. Badeschuhe schützen Sie davor. Tritt man doch auf einen, ziehen Sie die Stacheln mit einer Pinzette heraus; bleiben Reste stecken oder entzündet sich die Stelle, gehen Sie zum Arzt.
- Quallen: In der Adria treten sie nur in manchen Jahren gehäuft auf. Nach einer Berührung spülen Sie die Haut mit Meerwasser, nicht mit Süßwasser, und entfernen Reste ohne bloße Hände, etwa mit einer Karte. Danach hilft Wärme.
- Petermännchen: Dieser kleine Fisch gräbt sich im flachen Sandboden ein; sein Stich ist sehr schmerzhaft. Legen Sie die Stelle mindestens 30 Minuten in Wasser, so heiß, wie Sie es gut aushalten, und gehen Sie zum Arzt.
- Schlangen: Im Karst und an trockenen, steinigen Hängen lebt die Hornotter, eine Giftschlange. Sie meidet Menschen. Tragen Sie beim Wandern feste Schuhe und lange Hosen und greifen Sie nicht in Steinmauern oder unter Steine. Nach einem Biss: ruhig bleiben, den Körperteil stillhalten, 112 anrufen. Nicht abbinden, nicht aussaugen, nicht einschneiden.
- Zecken: In Wäldern und Wiesen im Landesinneren gibt es Zecken; im Norden Kroatiens können sie FSME übertragen. Tragen Sie lange Kleidung und suchen Sie sich nach Ausflügen ab. Ob eine Impfung sinnvoll ist, klärt Ihr Arzt.
- Mücken: Im Sommer stechen Mücken auch tagsüber, besonders die Tigermücke. Mückenschutz für die Haut und Fliegengitter helfen; Mücken können vereinzelt Krankheiten wie das West-Nil-Fieber übertragen.
Sicherheit
- Allgemein: Kroatien ist ein sicheres Reiseland; Gewalt ist selten. Wie überall gilt die übliche Vorsicht.
- Diebstahl: In der Saison kommt es in Altstädten, an Häfen und am Strand zu Taschendiebstahl. Lassen Sie im Auto nichts sichtbar liegen und am Strand keine Wertsachen unbeaufsichtigt. Übernachten Sie nicht auf Autobahnrastplätzen.
- Waldbrand: Im Sommer ist es trocken und Feuer breitet sich schnell aus. Offenes Feuer und Grillen sind nur an erlaubten Stellen gestattet, etwa auf dem Grill Ihrer Unterkunft, wenn der Vermieter es erlaubt. Werfen Sie keine Zigaretten weg. Wer einen Brand verursacht, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. Sehen Sie Feuer oder Rauch, rufen Sie 193 oder 112 an und folgen Sie den Anweisungen der Feuerwehr.
- Baden: Viele Strände sind felsig; springen Sie nur dort ins Wasser, wo Sie die Tiefe kennen. Bei starkem Wind wie Bora oder Jugo wird das Meer unruhig, und Strömungen können auftreten. Bei ablandigem Wind treiben Luftmatratzen und kleine Boote schnell aufs offene Meer.
- Hitze: Im Sommer wird es oft sehr heiß. Lassen Sie Kinder und Tiere nie im geparkten Auto.
Offizielle Quellen
- Auswärtiges Amt, Reise- und Sicherheitshinweise Kroatien: auswaertiges-amt.de
- Kroatischer Automobilclub HAK, Verkehrslage und Grenzwartezeiten: hak.hr
- Maut auf kroatischen Autobahnen: hac.hr und für das Istrische Ypsilon bina-istra.com
- Vignette Österreich: asfinag.at, Vignette Slowenien: evinjeta.dars.si
- Zoll, Reisen innerhalb der EU: zoll.de
- Fähren: jadrolinija.hr
- Bahn, Bus und Schiff nach Istrien, Fahrpläne: istra.hr